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| Aufgrund der Adhäsion läuft das Wasser entlang des Glases
und nicht senkrecht nach unten. |
Unter Adhäsion versteht man das Aneinanderhaften von Molekülen an
Phasengrenzflächen infolge zwischenmolekularer Anziehungskräche. Beispiele für
Adhäion sind das Haften von Kreide an der Tafel oder das Leimen zweier Werkstücke.
Bei der Adhäsion kommt es zur Ausbildung von Grenzflächen-Haftverbindungen (Adhäsionsbindungen),
die bei einer Relativbewegung der Festkörperoberflächen abgeschert werden. Die
Trennung der Mikrokontakte erfolgt entweder in der Grenzfläche oder in den angrenzenden
Oberflächenbereichen eines oder beider Körper, so dass es zu Materialübertrag und zur
Ausbildung von Löchern kommen kann. Überwiegend tritt der Verschleiss durch Adhäsion bei
metallischen Paarungen auf. Keramische Werkstoffe hingegen neigen aufgrund des kovalenten
Bindungstyps weniger zum adhäsiven Verschleiss.
1950 konstruierten F. P. Bowden und D. Tabor ein Modell, dass die Reibung auf Adhäsion
zurückführte. Der Energieverlust im Reibungsprozess wurde auf vollständige
plastische Verformung der Rauhigkeitsspitzen zurügeführt. In diesem Modell ist
die Reibung das Produkt aus Scherspannung und realer Kontaktfläche.
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