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| Durch eine Normalkraft werden kleine Rauhigkeitsspitzen zerstört. Dadurch entsteht die reale
Kontaktfläche. |
Auch anscheinend glatte Oberflächen zeigen sich unter dem Mikroskop als imposante Gebirge.
Wenn wir zwei Oberflächen zusammenbringen, berühren sich die Rauhigkeitsspitzen. Die
wahre Kontaktfläche muss um einige Zehnerpotenzen kleiner sein als die Oberflächen die
man meint in Kontakt zu bringen. Die Ursache der Reibung muss mit diesem verzahnen der
Rauhigkeitspitzen der beiden Materialien zu tun haben.
Abnutzung des Materials ist eine mögliche Ursache der Reibung. Wenn man allerdings aufgrund
der verrichteten mechanischen Arbeit die Abnutzungsrate des Materials berechnet, kommt man zum
Schluss, dass die Räder einer Lokomotive nach wenigen Kilometern total zerstört
wären. (Tomlinson 1929)
Damit folgerte man, dass nur ein geringer Bruchteil der am Reibungsprozess beteiligter Atome durch
den Vorgang von ihrer ursprünglichen Position entfernt wurden.
Diese Idee ging verloren als die Theorie der plastischen (dauerhaften) Verformung aufkam. Diese
Theorie geht davon aus, dass jede Verformung plastisch ist. Mit ihr lässt sich das Gesetz von
Amontons leicht herleiten.
1961 wies J. F. Archard erneut darauf hin, dass eine dauerhafte plastische Deformation jede
Maschine innert Minuten zerstören würde.
Heute geht man davon aus das die Deformationen der Oberflächen grösstenteils elastisch
sind. Die Rückdeformation bringt das Material wieder in den Ausgangszustand, die schnelle
Rückkehr in den Ursprungszustand regt aber Gitterschwinungen im Festkörper an, die sich
in Wärme äussern.
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