Der Aufbau eines STM wird im Bild schematisch dargestellt. In der Mitte
ist das zu untersuchende Material, die Probe, zu sehen. Unter dieser befinden
sich Piezo-Kristalle. Mittels dieser Kristalle kann die Probe sowohl in
x- (Breite), in y- (Tiefe), als auch in z- (Höhe) Richtung bewegt werden.
Gleich über der Probe ist die Spitze, welche auf der Oberfläche
liegt. Diese Spitze wiederum ist an einem Träger (Cantilever) befestigt.
Zwischen Spitze und Probe wird eine Spannung angelegt. Der dadurch entstehende
Stromfluss wird von der Kontrolleinheit gemessen. Der Strom ist abhängig
von der Distanz zwischen Spitze und Probe. Bei Veränderungen wird die
Spannung der Z-Piezo-Kristallen angepasst, um der Höhenänderung gerecht
zu werden. Indem man so den Stromfluss konstant hält wird sichergestellt,
dass die Spitze nie mit der Probe kollidiert.
Die Probe muss elektrisch leitfähig sein, damit zwischen ihr und Spitze
eine Spannung angelegt werden kann. Mit dem STM können also nur leitfähige
Materialien untersucht werden.
In diesem Fall wird die Probe mit Hilfe der Piezos hin- und hergefahren.
In gleicher Weise kann aber auch die Spitze an den Piezos befestigt sein.
Somit würde die Spitze ausser in z- auch in x- und y-Richtung bewegt.
Um störende Einflüsse (thermische, mechanische und akustische
Vibrationen) zu vermeiden, sollten Probe und Mikroskop ein abgeschlossenes
System bilden. |